Aktualisiert: vor 6 Tagen

Ich höre immer wieder: "Yoga, kann ich eh nicht, dafür bin ich zu unbeweglich ." Oder: "Ich kann mit den anderen SchülerInnen in der Yogastunde nicht mithalten, das ist mir unangenehm."


Auch werde ich oft gefragt: "Wie geht das denn, Yoga Therapie mit eingeschränkten Menschen? Yoga ist doch Verrenkung und sportlich."


"Nein, wir arbeiten mit Achtsamkeitsübungen, Atemarbeit und Bewegung, sowie der Integration und dem Transfer von Bewusstseinsprozessen in den Alltag!


Solche Aussagen von Menschen stimmen mich nachdenklich, denn genau so sollte es nicht sein.

Bei uns im Viniyoga hat jeder Mensch mit seinen Voraussetzungen die Möglichkeit Yoga zu praktizieren. Die Übungen werden individuell angepasst.

Es ist nicht nötig, dass im Gruppenunterricht Übende persönlich angesprochen werden müssen, sondern wir leiten die Übungen so an, dass jede Person für sich entscheidet wo seine Grenze ist.

Somit kann die Gruppe tief in die Praxis eintauchen, ohne dass die anderen gestört werden und es entsteht eine harmonische, sowie entspannte Atmosphäre.


Ich finde es unpassend, wenn die Kurs Leiterin ständig irgendwelche Personen laut anspricht, sowie alle anderen Übenden aus ihrer Vertiefung und Achtsamkeit rausholt. Zudem machen wir selten Korrekturen am Menschen, damit es niemandem unangenehm sein muss, weil man dadurch auffallen würde.


Nach langjährigem Unterrichten, sowie eigener Yogapraxis stelle ich immer wieder fest, dass Viniyoga eine ganz besondere Qualität mit sich bringt. Durch die Art des Übens stellt sich innerhalb kurzer Zeit ein "meditatives Gefühl" ein.

Dies melden mir auch meine Teilnehmenden zurück. Es gelingt abzutauchen, Distanz vom Alltag zu erhalten und dies ganz leicht. Durch unsere präzisen Anleitungen ist die Ausrichtung und Präsenz sehr einfach machbar.


Dies ist das Geschenk des Viniyoga. Es gibt noch viele andere Besonderheiten. Eine auch erwähnenswerte, ist die Bescheidenheit wie wir an das Ganze herangehen. Es gilt immer selbstkritisch zu sein und das Gegenüber als Individuum zu respektieren. Diese Haltung muss gelebt werden.

Sie widerspiegelt auch die Arbeitsweise der Grundlagen und des Berufbildes der Organisation der Arbeitswelt KomplementärTherapie und wie wir in den Einzel- und Gruppentherapien arbeiten.


- ressourcen- prozessorientiert - individuell - wertschätzend


Leider ist vielen Menschen noch nicht bekannt, dass wir als KomplementärTherapeutInnen vom Bund als Beruf mit Höherem Fachabschluss anerkannt sind und als eigene Therapieform mit der Methode Yoga Therapie arbeiten. Von einigen Krankenkassen wird die Methode über die Zusatzversicherung anerkannt.

Weitere Infos zum Beruf: www.ktyoga.ch oder www.oda-kt.ch




Aktualisiert: Feb 17

Frühmorgens wenn ich durch den Wald streife und der Tag erwacht, erkenne ich, dass uns die Natur alles gibt was wir zum Leben benötigen und dass alles stets in Bewegung ist. Der Prozess von Wandel, Erneuerung und Rückzug endet nie. Wenn wir erkennen, dass in der Einfachheit und der Bescheidenheit die Antworten liegen, fällt uns das Leben leichter. Unser Geist wird stets durch unsere Gedanken, durch Prägungen und durch äussere Einflüsse getrübt. Gerade im Moment sind wir mit grossen Themen wie Angst, Leid Unsicherheiten konfrontiert. Diese äusseren Botschaften lösen in uns Gedankenaktivitäten aus, welche aber nicht unser wahres inneres Selbst und unser Bewusstein ausmacht. Unser Wesenskern trägt alles Wissen in sich und in seiner Natur ist er unberührt. Das Gefühl etwas zu brauchen um glücklich zu sein, ist eigentlich eine Täuschung. Auch wir, sind wie die Natur und alles Leben immer bestrebt mit unserem Inneren verbunden und vollkommen zu sein. Im Yogasutra heisst es; wenn wir einen Zustand von Gelassenheit erreichen, welcher frei ist von Verlangen, welches aufgrund von Bedürfnissen nach ausserordentlichen Erfahrungen geweckt wird, entwickeln wir die Fähigkeit wirklich glücklich zu sein. In dieser jetzigen Zeit, sind wir gezwungen uns zurück zu besinnen. Durch äussere Umstände ist es uns nicht mehr einfach möglich nach öusseren Glückmachern zu greifen. Wir werden gefordert uns wieder mit der Einfachheit zu beschäftigen und wir erleben wie die äussere Natur sich erholt, aufatmet und wie auch manche Menschen endlich aufatmen, da alles langsamer wird. 

Braucht es wirklich eine derartige Krise, dafür? Einen aufgesetzten Stopp um den kleinen Dingen wieder einen Wert zu schenken und um endlich Zeit zu haben in der Natur auf zu atmen und wahr zu nehmen, dass es eben wenig braucht um wirklich wahrhaftig glücklich zu sein?



Aktualisiert: 20. Apr 2020

Yoga ist nicht gleich Yoga - besonders dann wenn spezifische Gruppen einen Nutzen oder eine Wirkung erzielen wollen. Während der Schwangerschaft und nach der Geburt ist eine individuelle Betreuung oder Kleingruppen eine wichtige Voraussetzung. Vorgegebene Yoga Konzepte und Dogmen haben hier kein Platz.

Motivation diese Zeilen zu verfassen ist folgendes Erlebnis: Eine Kollegin schildert von einer Rückbildungsyoga Schnupperlektion zehn Wochen nach ihrer Geburt, welche sie besuchte. In dieser Gruppe waren grösstenteils fortgeschrittene Mütter von insgesamt etwa 12 Teilnehmenden. Diese Kollegin hat Beschwerden an der Wirbelsäule.

Geübt wurde der herauf- und herabschauende Hund, Urdhva mukha shvanasana und Adhomukho shvanasana. Zusätzlich eine Übung welche höchst bedenklich:

Aus der liegenden Rückenhaltung mit ausgestreckten Beinen, wird mittels Bauchmuskeln der ganze Oberkörper ins Sitzen hochgerollt. Dies ist erstens gar keine Yoga Übung und zur Rückbildung überhaupt nicht geeignet und kann sogar schädlich sein.


Rückbildung ist ein schrittweiser Prozess, so erwähnt auch Angela Heller in einem Zitat in ihrem Buch: Nach der Geburt, Wochenbett und Rückbildung: "In den ersten Gruppenstunden der Rückbildung ist wichtig, dass die Übungsanforderung entsprechend dem Leistungsvermögen der Wöchnerinnen gesteigert wird!"


Der heraufschauende Hund gehört nicht in die Zeit der Rückbildung, denn das starke Aufdehnen der Bauchmuskeln und den Druck auf die Lendenwirbelsäule ist für den Körper einer jungen Mutter eine zu grosse Belastung, welche die Strukturen des Bewegungsapparates überfordert und die der muskulären Anforderungen sogar zu Komplikationen oder Schädigungen führen können. Das Ziel jeder Rückbildung muss die Verkürzung der Bauchmuskeln sein.

Nach der Geburt dürfen die geraden Bauchmuskeln - Rectus Abdominis - keinesfallls trainiert werden. Werden diese Muskeln trainiert, kann eine allenfalls bestehende Lücke - die Rektusdiastase vergrössert werden und das Risiko Beschwerden zu verstärken oder auszulösen ist gross.


Es empfiehlt sich, dieser Spalt in einer Untersuchung, durch eine Fachperson wie der Hebamme oder der Frauenärztin zu bestimmen. Eine allfällige Lücke kann über eine spezielle Technik nach Menne-Heller durch eine geschulte Hebamme behandelt werden.





Deshalb empfehle ich, beim Aussuchen eines geeigneten Rückbildungkurses folgende Punkte zu beachten:

- Die Gruppengrösse sollte aus maximal acht Frauen bestehen.

- Die Kursleitende muss die Teilnehmende persönlich vor der Schnupperstunde abholen. Es müssen Fragen geklärt werden, ob Beschwerden vorhanden sind und besprochen werden, wie die Übungen bezüglich dieser Beschwerden im Unterricht individuell angepasst werden können!

- Die Kursleitende muss informiert sein bezüglich Beschwerden, sie muss sich bewusst sein, welche Übungen während des Kurses kontraindiziert sind.


Woran merkst du ob du im Rückbildungskurs gut aufgehoben bist?

- Wenn du dich während der Schnupperstunde überfordert fühlst, beispielsweise in mehreren Übungen merkst, dass dein Körper zu angestrengt oder zu schwach ist um die Übungen zu bewältigen, ist dies ein Zeichen, dass es nicht das Optimale für dich ist.

- Sind in der Gruppe Fortgeschrittene Mütter und mögen schon viele der Übungen mitmachen und du vielleicht noch nicht, dann ist auch dies ein Zeichen, dass dieser Kurs zu Beginn der Rückbildung nicht geeignet ist.

- Du solltest im Kurs immer Übungen angeboten bekommen, welche du praktizieren kannst, auch wenn andere Frauen vom Gefühl weiter sind als du. Diese Voraussetzung ist völlig in Ordnung. Auch du wirst irgendwann wieder so stark sein. Allerdings kann eine Gruppe mit Fortgeschrittenen eine Überforderung bedeuten, da es ein Gefühl von Selbstzweifel und "Nicht genügen" auslösen kann.




Kontaktformular

Adresse

  • Facebook Social Icon

Ausbildungs- und Therapiezentrum

St. Karlistrasse 2 

6004 Luzern, Schweiz 

 

Sandra Yago

079 647 74 27

Bankangaben:

Raiffeisenbank Luzern

CH56 8080 8006 9776 8769 4

Konto: 60-2339-7

oder TWINT